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Meine Rückschlüsse:
Die Kastration einer Hündin ist für mein Empfinden nur dann sinnvoll, wenn sie massive Schwierigkeiten in und nach der Hitze hat oder anderweitig erkrankt ist. Mögliche Erkrankungen wären: Tumoren, Demodikose, Dauerblutungen, Abwehrschwächen. Zudem kann es auch sinnvoll sein, eine Zuchthündin im Ruhestand zu kastrieren, entweder damit sie nicht ihre Nachfolgerin tyrannisiert oder wenn ein potenter Rüde mit im Haushalt lebt um “Unfällen” vorzubeugen. Für die Abgabe des “Leithündinnenstatus” nach der Kastration gibt es jedoch keine Garantie, also dem Problem bitte nicht zu blauäugig begegnen!
Bei Rüden sind die pro-Gründe noch dünner gesät. Einer wäre, dass er absolut dominant wäre und diese Dominanz sich nicht anders bewältigen ließe (Erziehung wäre so eine Alternative) und der andere Grund wären Krankheiten, wie bei den Hündinnen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Hormonen und dem Geschlechtsapparat stehen.
Eine Kastration ist ein so gravierender Einschnitt, das die Gründe dafür schwerwiegend sein müssen, um die Nachteile zu rechtfertigen und sie sind gründlich abzuwägen. Das Tier sollte dabei je nach Rasse 12-19 Monate alt sein, damit es fertig entwickelt ist und somit Entwicklungsstörungen vorgebeugt wird.
Wo wir gerade dabei sind - eine Hündin wird/bleibt nicht gesünder, durch das Gebären eines Wurfes! Schon gar nicht, wenn sie bereits Erkrankungen aufweisen sollte, die einer Trächtigkeit ohnehin schon zuwider stehen. Erst kürzlich bekam ich eine solche Anfrage einer Hundehalterin, die von dem Züchter massiv gedrängt wurde, ihre Hündin doch einmal decken zu lassen, obgleich bei der Hündin eine Demodikose und ein Krampfleiden bekannt sind. Ich vermute wegen der Sonderfarbe der Hündin ........ aber das ist nur reine Spekulation. Zudem ist mir nicht bekannt, inwieweit die zuratende Persone über das Vorliegen der Erkrankungen informiert worden war Die genannten Erkrankungen kann man gut im Griff behalten und sie sind für das Tier vordergründig erstmal nicht lebensbedrohlich, bei einer Trächtigkeit hingegen kann gerade das Krampfleiden zu massiven Problemen führen. Die Demodikose wird durch die Belastungen, die eine Trächtigkeit mit sich bringt ausbrechen und dadurch kann die Hündin dann auch ihre Welpen infizieren, was einem Supergau gleicht. Der Rat, eine Hündin decken zu lassen, sollte gut überlegt sein und alle Fragen, um die gesundheitliche Verfassung des Tieres vorher geklärt sein. Alles andere ist absolut Verantwortungslos. Außerdem sollte sich die/der HundehalterIn der “Hebammenrolle” bei der Geburt gewachsen fühlen (besonders beim Mops ist das nicht ohne), denn eine gebärende Hündin wegzugeben, weil man selbst die Geburtsbegleitung nicht leisten kann, hat unter Umständen in der fremden und dadurch beängstigenden Umgebung, bei ihr fremden Menschen, lebensbedrohliche Folgen für die Hündin und die Welpen.
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